Wer nutzt Vyond?

Vyond wird dort eingesetzt, wo dieselbe Sache immer wieder erklärt werden muss, meist an Menschen, die nicht im eigenen Haus sitzen. Vertriebsteams, Partner- und Händlerorganisationen, Kundenservice und Kundenschulung stellen einen grossen Teil der Nutzer. Dazu kommen die internen Felder: Onboarding, Compliance, interne Kommunikation und Marketing.

Das gemeinsame Muster ist nicht die Branche, sondern die Aufgabe. Ein Sachverhalt ändert sich, viele Menschen an verschiedenen Orten müssen ihn verstehen, und ein Drehtermin mit Kamera und Sprecher passt weder in den Zeitplan noch in das Budget.

Die Funktionen, aus denen die Nutzer kommen #

  • Vertrieb und Partnervertrieb. Produktneuheiten, Argumentationshilfen, Einwandbehandlung, Einarbeitung neuer Verkäufer.
  • Händler- und Servicepartnernetze. Schulungen zu Produkten, Abläufen und Garantiefällen, die in vielen Ländern gleichzeitig ankommen sollen.
  • Kundenschulung und Kundenservice. Anleitungen zum Produkt, Schulung der Servicemitarbeiter, Erklärvideos statt Handbuchkapitel.
  • Interne Kommunikation und Veränderungsprojekte. Neue Systeme, neue Richtlinien, Umstellungen im Arbeitsablauf.
  • Compliance. Regeln, die jährlich wiederkehren und trotzdem angesehen werden sollen.
  • Marketing. Kurze Erklärstücke für Website, Kampagne und Messe.

Personalentwicklung und Onboarding gehören ebenfalls dazu, sind aber selten der Grund für die Anschaffung. Der Anlass ist häufiger ein Vertriebs- oder Partnerthema, und die Personalabteilung nutzt das Werkzeug mit, sobald es im Haus ist.

Woran sich das an öffentlich beschriebenen Fällen ablesen lässt #

Mehrere Unternehmen haben ihren Einsatz öffentlich beschrieben. Die Zahlen darin stammen von den Unternehmen selbst, sie sind also Erfahrungsberichte und keine Messung unter gleichen Bedingungen. Als Bild davon, wer das Werkzeug wofür einsetzt, taugen sie trotzdem:

  • Quickbase setzt Videos in der Kundenschulung ein und berichtet von einer Abschlussquote, die von 33 auf 68 Prozent gestiegen ist.
  • GoHealth hat eine Videobibliothek für die Schulung von Servicemitarbeitenden im Kundenkontakt aufgebaut.
  • Percepta betreibt Callcenter an mehreren Standorten und nutzt die Übersetzungsfunktion, um Schulungen in mehreren Sprachen auszuliefern.
  • Indeed produziert Videos für die Befähigung der eigenen Vertriebsteams.
  • Advocate Health setzt Vyond im Onboarding von mehr als 40.000 Pflegekräften ein.

Auffällig ist die Verteilung: Vier der fünf Fälle sitzen nicht in der Personalentwicklung, sondern im Vertrieb, im Kundenservice oder in der Kundenschulung.

Branchen und Rahmenbedingungen #

Verbreitet ist Vyond in Finanzdienstleistung, Gesundheitswesen, Bildung, Software und im Handel. Die Bibliothek enthält Vorlagen, Figuren und Hintergründe für einzelne Branchen, vom Labor bis zum Lager, was den Aufwand für die erste Szene senkt.

Für regulierte Umgebungen gibt es neben dem Enterprise-Plan einen eigenen Plan für Behörden mit FedRAMP-Zertifizierung. Das ist für den DACH-Raum nicht direkt relevant, sagt aber etwas über die Prüfungen aus, die das Produkt im Einkauf schon durchlaufen hat.

Ergebnis

Der typische Nutzer ist kein Videoprofi, sondern jemand aus Vertrieb, Partnerbetreuung, Kundenservice oder Training, der regelmässig erklären muss und keine Produktionsfirma beauftragen will.

Wofür Vyond allein nicht reicht #

Vyond erzeugt Video. Wer Abschlüsse nachweisen muss, etwa bei einer Unterweisung im Händlernetz, braucht zusätzlich ein System, das den Fortschritt aufzeichnet. Der übliche Weg führt über ein Autorenwerkzeug oder eine Lernplattform, in die das Video eingebunden wird. Wie das zusammenspielt, steht unter Kann ich Vyond-Inhalte mit Articulate 360 kombinieren?, und wie sich der Fortschritt danach auswerten lässt, unter Wie kann ich den Fortschritt im E-Learning meiner Lernenden verfolgen?.

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