Die Oberfläche von Vyond gibt es nur auf Englisch. Menüs, Schaltflächen und Einstellungen bleiben englisch, und in der Plattform selbst lässt sich daran nichts umstellen. Das betrifft aber nur die Bedienung. Die Suche nach Assets und die Inhalte deiner Videos kennen Deutsch, und zwar über zwei getrennte Wege.
Die Oberfläche vom Browser übersetzen lassen #
Die gängigen Browser bringen eine Übersetzung mit, die auch im Vyond Studio greift.
- Google Chrome: Klicke rechts in der Adressleiste auf das Übersetzen-Symbol und wähle die Zielsprache. Unter Einstellungen > Sprachen legst du fest, dass Seiten einer bestimmten Sprache immer übersetzt werden.
- Microsoft Edge: dasselbe Prinzip, das Symbol sitzt ebenfalls rechts in der Adressleiste.
- Mozilla Firefox: Aufrufen lässt sich die Übersetzung über das Symbol in der Symbolleiste oder über Seite übersetzen im Kontextmenü. Firefox übersetzt lokal auf dem Gerät, der Seitentext geht also nicht an einen Übersetzungsdienst.
Für eine Arbeitsoberfläche hat die maschinelle Übersetzung einen Haken: Fachbegriffe wie Scene, Prop oder Asset werden mitübersetzt. Wer danach eine Anleitung oder ein Tutorial liest, findet den Menüpunkt nicht wieder. In der Einarbeitung hilft die Übersetzung trotzdem. Wer laufend produziert, bleibt meist bei der englischen Oberfläche und übersetzt nur die Stellen, an denen es hakt.
Assets in der eigenen Sprache suchen #
Die Asset-Suche im Studio ist mehrsprachig. Du kannst also auf Deutsch nach Figuren, Requisiten und Hintergründen suchen, ohne den englischen Begriff zu kennen.
- Öffne im Studio die Bibliothek. Neben jeder Suchleiste für Assets sitzt ein Dropdown für die Sprache.
- Öffne das Dropdown und wähle die gewünschte Sprache aus.
- Gib den Suchbegriff in dieser Sprache ein.
Die Auswahl umfasst 87 Sprachen und Sprachvarianten, Deutsch inbegriffen. Welche genau dabei sind, steht im Dropdown selbst, und dort ist die Liste immer aktuell.
Videoinhalte in andere Sprachen bringen #
Die Sprache der Oberfläche und die Sprache des fertigen Videos sind zwei verschiedene Dinge. Für den Inhalt gibt es die Auto-Translation: Sie übersetzt Szenentexte, Dialoge und Sprachaufnahmen eines Videos und ersetzt sie durch die neue Fassung.
- Öffne im Studio den Reiter Translate / Edit Text.
- Wähle Translate Video.
- Wähle Zielsprache und Akzent aus.
- Klicke auf Translate.
Zur Auswahl stehen 93 Sprachen. Die Funktion gehört zu den Tarifen Professional, Agency und Enterprise.
Ergebnis
Oberfläche: nur Englisch, behelfsweise über den Browser übersetzbar. Asset-Suche: 87 Sprachen im Studio. Videoinhalt: 93 Sprachen über die Auto-Translation.
Was das für mehrsprachige Rollouts heisst #
Für Schulungsvideos, die an Händler, Servicepartner oder Kunden in mehreren Ländern gehen, ist die Oberflächensprache nebensächlich: Sie betrifft nur das Produktionsteam. Entscheidend ist die Sprachfassung, die beim Lernenden ankommt. Plane deshalb von Anfang an eine Ausgangsfassung, die sich sauber übersetzen lässt, also mit kurzen Sätzen, ohne Wortspiele und mit Text, der nicht fest in Grafiken steckt. Wie du dieselben Videos zusätzlich mit Untertiteln versiehst, steht in einem eigenen Beitrag.
Bei Kursen statt Videos übernimmt Articulate Localization dieselbe Aufgabe im Autorenwerkzeug. Welche Sprachen dort zur Verfügung stehen, steht unter Welche Sprachen unterstützt Articulate Localization.