Was sind Trigger in Articulate Storyline 360?

Ein Trigger ist eine Wenn-dann-Regel im Kurs. Er besteht aus zwei Pflichtangaben: einer Aktion und dem Moment, in dem sie ausgeführt wird. Storyline stellt beim Anlegen genau diese zwei Fragen, welche Aktion geschehen soll und wann. Alles Weitere ist optional.

Damit ist der Trigger das Bauteil, mit dem Interaktivität in Storyline entsteht. Ohne ihn zeigt eine Folie nur an, was auf ihr liegt. Mit ihm reagiert sie auf Klicks, Tastendrücke, Zeitpunkte und Zustandswechsel, und das ohne eine Zeile Code.

Aktion und Auslöser, die zwei Pflichtangaben #

Die Aktion ist das, was passieren soll: eine Folie aufrufen, ein Objekt ein- oder ausblenden, seinen Zustand ändern, einen Ton abspielen, eine Animation starten, eine Variable anpassen oder dem LMS einen Abschluss melden.

Der Auslöser ist der Moment: der Klick auf eine Schaltfläche, der Start der Timeline einer Folie, ein bestimmter Zeitpunkt auf der Timeline, der Zustandswechsel eines Objekts, ein Tastendruck oder die Änderung eines Variablenwerts.

Angelegt wird ein Trigger über die Schaltfläche zum Erstellen im Trigger-Panel oder über die Registerkarte Einfügen und dort Trigger.

Bedingungen schränken den Trigger ein #

Über den Zusatz wenn lassen sich Bedingungen anhängen, die erfüllt sein müssen, bevor die Aktion läuft. Mehrere Bedingungen werden mit und oder oder verknüpft: bei und müssen alle zutreffen, bei oder genügt eine. Zusätzlich lässt sich ein Sonst-Zweig ergänzen, der eine andere Aktion ausführt, wenn die Bedingung nicht erfüllt ist.

Damit wird aus der Wenn-dann-Regel eine echte Verzweigung. Ein Beispiel aus dem Partnertraining: Die Schaltfläche zum Abschluss führt zum Zertifikat, wenn alle Pflichtkapitel besucht wurden, und sonst zurück zur Übersicht mit dem offenen Kapitel.

Wo Trigger im Projekt liegen #

Das Trigger-Panel sortiert sie nach Herkunft, und diese Gliederung ist der schnellste Weg, einen Trigger wiederzufinden:

  • Folien-Trigger hängen an der Folie selbst.
  • Objekt-Trigger hängen an einem Element auf der Folie.
  • Tastendruck-Trigger reagieren auf eine Taste.
  • Variablen-Trigger reagieren auf die Änderung eines Werts.
  • Player-Trigger hängen an den Bedienelementen des Players.
  • Nicht zugewiesene Trigger haben ihr Bezugsobjekt verloren, etwa weil es gelöscht wurde. Sie sind der erste Ort, an dem du bei einer nicht mehr funktionierenden Interaktion nachsiehst.

In welcher Reihenfolge Trigger feuern #

Diese Regel erklärt die meisten Fälle, in denen ein Kurs anders reagiert als erwartet. Trigger auf dem Folienmaster feuern immer vor den Triggern der Folie und ihrer Ebenen. Und wenn mehrere Trigger auf demselben Objekt am selben Ereignis hängen, feuern sie in der Reihenfolge, in der sie im Panel stehen.

Wenn also eine Variable gesetzt und im selben Moment ausgewertet wird, entscheidet die Position im Panel über das Ergebnis. Die Reihenfolge im Panel ist deshalb kein Sortierkomfort, sondern Teil der Logik.

Beim Suchen eines Fehlers musst du Trigger nicht löschen. Sie lassen sich deaktivieren und bleiben dann im Projekt erhalten, ohne im veröffentlichten Kurs zu wirken. Damit grenzt du ein, welcher Trigger den unerwarteten Sprung auslöst, und schaltest den Rest anschliessend wieder zu.

Was Trigger von Variablen unterscheidet #

Beide gehören zusammen und werden trotzdem oft verwechselt. Der Trigger handelt: Er führt eine Aktion zu einem Zeitpunkt aus. Die Variable merkt sich: Sie hält einen Wert fest, der sich im Verlauf des Kurses ändert. Ein Trigger kann eine Variable ändern, und eine Variable kann als Bedingung darüber entscheiden, ob ein Trigger seine Aktion ausführt. Was Variablen können und wie sie angelegt werden, steht unter Was sind Variablen in Articulate Storyline 360?.

Ergebnis

Ein Trigger ist eine Aktion plus ein Auslöser, wahlweise mit Bedingung. Wo er hängt, steht im Trigger-Panel, und in welcher Reihenfolge er feuert, entscheidet über das Verhalten des Kurses.

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