Sicherheit und Datenschutz bei Articulate Localization

Für eine Datenschutzprüfung zählen bei einer KI-Übersetzung drei Dinge: was gespeichert wird, wo es verarbeitet wird und wie es unterwegs geschützt ist. Bei Articulate Localization lauten die Antworten: ausser dem Glossar wird nichts aufbewahrt, verarbeitet wird in den USA oder in der EU, und die Übertragung läuft verschlüsselt. Stand dieser Übersicht: August 2026.

Welche Daten gespeichert werden #

Ausser dem Glossar bewahren die KI-Funktionen keine Kundendaten auf und protokollieren sie nicht. Der Kursinhalt geht zur Übersetzung durch den Dienst und bleibt dort nicht liegen.

Das Glossar ist die Ausnahme, und zwar zwangsläufig: Es ist die Liste eurer Fachbegriffe und der festgelegten Übersetzungen dazu, und es muss über Kurse und Sprachen hinweg verfügbar bleiben. Es wird für die Dauer des Abonnements gespeichert.

Kundendaten werden nicht für das Training der KI-Übersetzungen verwendet. Das ist die Frage, die in Datenschutzprüfungen am häufigsten zuerst kommt, und sie ist eindeutig beantwortet. Welche Daten der Dienst währenddessen überhaupt zu sehen bekommt, steht unter Auf welche Daten kann Articulate Localization zugreifen.

Wo die Daten verarbeitet werden #

Die Verarbeitung findet in Rechenzentren von DeepL, AWS oder Google Cloud statt, in den USA oder in der Europäischen Union. Auch das Glossar liegt in den USA oder in der EU, je nachdem, welches Rechenzentrum für euer Articulate-360-Konto gilt.

Für Verantwortliche im DACH-Raum ist das der Punkt, an dem die Prüfung ansetzt: Nicht die Frage, ob verschlüsselt wird, sondern die Frage, welcher Standort für das eigene Konto gilt. Diese Angabe steht nicht im Produkt, sie hängt am Konto und lässt sich erfragen.

Die drei Übersetzungsdienstleister sind vor der Anbindung auf Datenschutz und Sicherheit geprüft worden. Für die eigene Dokumentation sind sie als Unterauftragsverarbeiter zu führen.

Wie die Übertragung gesichert ist #

Alle Daten werden während der Übertragung verschlüsselt, mit mindestens TLS 1.2 für sämtliche Lokalisierungsdienste von Drittanbietern. Articulate richtet Localization an den Datenschutzvorgaben von DSGVO und CCPA aus.

Ergebnis

Ausser dem Glossar wird nichts gespeichert, kein Training mit Kundendaten, Verarbeitung in den USA oder der EU, Übertragung mit mindestens TLS 1.2.

Was für die eigene Prüfung noch dazugehört #

Die Angaben oben beschreiben das Produkt. Für eine Datenschutzprüfung im eigenen Haus braucht es zusätzlich Unterlagen, und die kommen nicht aus dem Produkt, sondern aus dem Vertragsverhältnis:

  • der Auftragsverarbeitungsvertrag mit Articulate
  • die aktuelle Liste der Unterauftragsverarbeiter, in der DeepL, AWS und Google Cloud auftauchen
  • die Bestätigung, welches regionale Rechenzentrum für euer Konto gilt
  • die Angaben zu den technischen und organisatorischen Massnahmen

Für Verantwortliche in der Schweiz ist statt der DSGVO das revidierte Datenschutzgesetz massgeblich. Die Prüfpunkte in der Liste ändern sich dadurch nicht, die Rechtsgrundlage schon. Melde dich bei uns, wenn du für eine Prüfung die Unterlagen zum Serverstandort oder zur Auftragsverarbeitung brauchst.

Ein Punkt, der über die Vertragsunterlagen hinausgeht: Das Glossar ist der einzige Ort, an dem dauerhaft eigene Inhalte liegen. Wer dort Kundennamen, Projektbezeichnungen oder Produktcodes einträgt, die nicht nach aussen gehören, sollte das bewusst tun. Für die Übersetzungsqualität ist das Glossar der stärkste Hebel, den Articulate Localization bietet, und zugleich das einzige Feld, das ihr selbst füllt.

Disclaimer: Die hier bereitgestellten Informationen dienen lediglich zu Informationszwecken und stellen keine Rechtsberatung dar. Sie ersetzen keine Beratung durch einen Rechtsanwalt oder Fachanwalt.

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