Wie genau sind die KI-Übersetzungen von Articulate Localization?

Eine einzelne Prozentzahl gibt es nicht. Die Trefferquote hängt am Sprachpaar, am Fachgebiet und an der Terminologie, die im Kurs vorkommt. Deutsch nach Französisch liefert andere Ergebnisse als Deutsch nach Thai, und ein Kurs über Hydraulik andere als eine Unterweisung zum Datenschutz.

Steuern lässt sich die Genauigkeit trotzdem. Drei Stellschrauben greifen vor der Übersetzung, eine danach.

Woran das Rohergebnis hängt #

Hinter der Übersetzung stehen mehrere Maschinen. Für die meisten Sprachen läuft DeepL, für Sprachen ohne DeepL-Abdeckung übernehmen Amazon Web Services oder Google Cloud. Welche Maschine ein Sprachpaar bedient, entscheidest du nicht, und es ist der grösste Einzelfaktor für das, was ohne Nacharbeit herauskommt.

Der zweite Faktor ist dein eigener Wortschatz. Produktnamen, Bauteilbezeichnungen und die Beschriftungen aus der eigenen Software kommen im allgemeinen Sprachgebrauch nicht vor, deshalb rät jede Übersetzungsmaschine dort. Genau diese Stellen fallen Händlern und Servicepartnern zuerst auf, weil sie die Begriffe täglich benutzen.

Terminologie vorher festlegen #

Ein Glossar bestimmt, wie einzelne Wörter übersetzt werden und welche unübersetzt bleiben. Firmennamen, Produktlinien und Oberflächenbegriffe gehören hinein, bevor der erste Kurs übersetzt wird. Wie ein Glossar aufgebaut und hochgeladen wird, steht unter Gibt es ein Glossar bei Articulate Localization?.

Anrede und Tonfall einstellen #

Viele Sprachen kennen eine formelle und eine informelle Anrede. Dafür gibt es die Einstellungen Formal, Informell und Automatisch. Bei Englisch, Haitianisch, Hebräisch, Maltesisch, Somali und Suaheli greift sie nicht.

Für Partner- und Händlertrainings lohnt sich die bewusste Wahl. Ein Kurs, der Servicetechniker in Frankreich duzt, während die deutsche Fassung siezt, wirkt nicht persönlicher, sondern unabgestimmt.

Menschliche Validierung in Review 360 #

Nach der Maschine kommt der Mensch. Sprachvalidierer sehen die Übersetzung im Kontext der Lektion in Review 360 und schlagen Änderungen vor, die du im Quellprojekt übernimmst oder verwirfst. Ein Articulate-360-Platz ist dafür nicht nötig, eine E-Mail-Adresse reicht. Damit lassen sich die Kollegen in den Landesgesellschaften einbinden, ohne für jeden eine Lizenz zu kaufen. Mehr dazu unter Brauchen Sprachvalidierer einen Articulate 360-Platz?.

So misst du die Qualität für deinen eigenen Fall #

Statt nach einer allgemeinen Zahl zu suchen, ermittelst du die Zahl, die für deine Inhalte gilt:

  1. Wähle eine Lektion, in der deine Fachbegriffe dicht vorkommen. Eine Produktübersicht taugt besser als ein Begrüssungskapitel.
  2. Übersetze sie in die zwei Zielsprachen, die für dich am meisten wiegen.
  3. Lass sie von jemandem validieren, der die Sprache spricht und das Produkt kennt.
  4. Sortiere die Korrekturen nach Ursache: Terminologie, Grammatik, Tonfall.

Terminologiefehler gehören ins Glossar, Tonfallfehler in die Formalitätseinstellung, der Rest in die Validierungsrunde. Nach dem zweiten Durchlauf weisst du, wie viel Nacharbeit ein Kurs in dieser Sprache kostet, und der Wert gilt für deine Inhalte statt für einen Durchschnitt.

Ergebnis

Die Genauigkeit ist keine feste Grösse. Glossar und Formalitätseinstellung bestimmen das Rohergebnis, die Validierung in Review 360 das Endergebnis.

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