Auf welche Daten greift Articulate Localization zu, und wie werden sie verwendet?

Articulate Localization behandelt deine Daten wie der Rest von Articulate 360. Für die Übersetzung wird der Kursinhalt an einen Übersetzungsdienst übergeben, dort verarbeitet und danach nicht aufbewahrt. Er wird nicht zum Training von Übersetzungsmodellen verwendet und nicht an Dritte weitergegeben. Gespeichert bleibt genau eine Sache: das Glossar.

Wo die Verarbeitung stattfindet #

Die Verarbeitung folgt der Region deines Articulate-360-Kontos, also den USA oder der Europäischen Union. Beteiligt sind je nach Übersetzungsverfahren die Rechenzentren von DeepL, AWS und Google Cloud, jeweils in der Region, die für dein Konto gilt.

Seit 2026 gibt es ein Articulate-Rechenzentrum in Deutschland. Konten, die dort liegen, halten Kursinhalte, Anmeldedaten und Reach-360-Daten innerhalb der EU. Wo die Mitglieder eines Teams sitzen, spielt dabei keine Rolle: Entscheidend ist die Region des Kontos, nicht der Wohnort der Creator oder Lernenden.

Die Region wird beim Start der Testversion oder beim Kauf festgelegt. Ein Umzug der Daten zwischen den Regionen ist nicht vorgesehen. Wer Datenhaltung in der EU braucht, entscheidet das also vor dem ersten Konto, nicht hinterher. Stand: 28. August 2026.

Für Partner- und Händlerprogramme ist das der Punkt, der früh auf den Tisch gehört. Sobald Landesgesellschaften oder externe Vertriebspartner in denselben Kursen lernen, fragt jemand nach dem Serverstandort, und die Antwort lässt sich später nicht mehr korrigieren.

Was mit dem Kursinhalt geschieht #

Der Text geht in den Übersetzungslauf und kommt übersetzt zurück. Danach bleibt nichts liegen. Die Übertragung ist verschlüsselt, und die Inhalte werden weder protokolliert noch für das Training der eingesetzten Modelle verwendet. Das gilt für die Kurstexte selbst ebenso wie für die Daten, die beim Übersetzen anfallen.

Warum das Glossar anders behandelt wird #

Das Glossar ist die Ausnahme, und zwar aus einem einfachen Grund: Es soll ja gerade über mehrere Übersetzungsläufe hinweg gelten. Deine Einträge werden deshalb gespeichert, in derselben Region wie das Konto, und für die Laufzeit des Abonnements aufbewahrt.

Praktisch heisst das: Firmennamen, Produktbezeichnungen und feststehende Formulierungen bleiben erhalten und wirken beim nächsten Lauf wieder. Was ins Glossar gehört und was nicht, steht unter Glossar in Articulate Localization.

Was vor dem ersten Übersetzungslauf zu klären ist #

Drei Punkte lassen sich in einer halben Stunde abhaken und ersparen später Rückfragen aus der eigenen Rechts- oder IT-Abteilung:

 

  1. Prüfe, in welcher Region das Articulate-360-Konto liegt, und halte das schriftlich fest.
  2. Kläre, ob für den Einsatz ein Auftragsverarbeitungsvertrag vorliegt und ob die beteiligten Dienste darin aufgeführt sind.
  3. Lege fest, welche Inhalte überhaupt übersetzt werden. Personenbezogene Daten gehören selten in einen Kurstext, und was nicht im Kurs steht, geht auch nicht durch einen Übersetzungsdienst.

Der dritte Punkt ist der wirksamste und wird am häufigsten übersehen, weil er nichts mit dem Werkzeug zu tun hat, sondern mit dem Inhalt. Beispiel- und Fallnamen aus echten Kundendaten lassen sich vor der Übersetzung durch Platzhalter ersetzen.

Disclaimer: Die hier bereitgestellten Informationen dienen lediglich zu Informationszwecken und stellen keine Rechtsberatung dar. Sie ersetzen keine Beratung durch einen Rechtsanwalt oder Fachanwalt.

Verwandte Artikel

War dieser Artikel hilfreich?

Nichts gefunden?

Unser Support-Team hilft dir gerne persönlich weiter.